Was mache ich bei einer verdächtigen E-Mail?
Wenn eine E-Mail dich unter Druck setzt, sofort zu handeln, nach deinem Passwort fragt oder von einer Adresse kommt, die du nicht kennst, behandle sie als Phishing: nicht klicken, nicht antworten, melden. Wenn du eine echte Mail eine Stunde ignorierst, passiert nichts. Wenn du dein Passwort auf einer gefälschten Seite eingibst, kann viel passieren.
Woran erkenne ich eine Phishing-Mail?
Ein Anzeichen reicht, um vorsichtig zu sein. Zwei oder mehr bedeuten fast sicher Betrug.
| Anzeichen | So sieht es aus |
|---|---|
| Dringlichkeit | „Dein Konto läuft heute ab“, „Handlung innerhalb von 24 Stunden erforderlich“, „Deine Anmeldung ist abgelaufen“ |
| Fragt nach Zugangsdaten | Ein Link, um dein Konto zu „verifizieren“, „erneut anzumelden“ oder „zu entsperren“. Echte Dienste bitten dich nie, dein Passwort über einen Link aus einer E-Mail einzugeben. |
| Absender passt nicht | Der Anzeigename ist ein Kollege oder eine bekannte Firma, die E-Mail-Adresse dahinter ist aber eine andere Domain, oft mit kleinen Tippfehlern. |
| Unerwarteter Anhang | Eine Rechnung, eine Sprachnachricht, ein geteiltes Dokument, das du nicht erwartet hast, besonders als ZIP- oder HTML-Datei. |
| Seltsamer Link | Der Linktext nennt eine Website, beim Darüberfahren erscheint aber eine ganz andere, oft lange zufällige Adresse. |
| Geld oder Gutscheinkarten | Die Bitte, eine Rechnung zu zahlen, Bankdaten zu ändern oder Gutscheinkarten zu kaufen, meist „von“ jemandem aus der Führung deiner Firma. |
Der E-Mail-Schutz deiner Firma markiert viele dieser Nachrichten automatisch. In Gmail bekommen nicht verifizierte Absender ein Fragezeichen neben dem Namen. In Outlook landet verdächtige Post im Junk-Ordner oder zeigt einen Warnhinweis. Ein Warnhinweis ist ein starkes Signal, ein sauberer Posteingang ist aber keine Garantie, dass eine Nachricht sicher ist.
Was mache ich mit der E-Mail?
- Klicke auf keinen Link und öffne keinen Anhang. Antworte auch nicht, nicht einmal mit „Das ist Spam“. Eine Antwort bestätigt, dass deine Adresse aktiv ist.
- Frag beim Absender über einen anderen Kanal nach. Wenn die Mail angeblich von einem Kollegen oder Lieferanten kommt, ruf an oder schreib in Slack oder Teams. Nutze nicht die Kontaktdaten aus der E-Mail selbst.
- Melde sie. Leite die E-Mail als Anhang an deinen IT-Admin oder an hello@deeploi.io weiter, damit der Absender für alle in deiner Firma blockiert werden kann. So leitest du sie als Anhang weiter: In Outlook markierst du die E-Mail und wählst ⋯ → Weiterleiten → Als Anlage weiterleiten (unter Windows auch Strg + Alt + F). In Gmail öffnest du die E-Mail und wählst ⋮ → Als Anhang weiterleiten. Markiere sie danach auch in deinem Postfach: In Outlook: Melden → Phishing melden; in Gmail: ⋮ → Phishing melden.
- Lösche sie. Nach dem Melden kannst du die Nachricht löschen. Liegt sie schon im Junk-Ordner, kannst du sie dort lassen.
Was, wenn ich schon geklickt oder mein Passwort eingegeben habe?
Handle innerhalb von Minuten, nicht Stunden. Gestohlene Passwörter werden schnell benutzt.
- Ändere sofort das Passwort des betroffenen Kontos, und zwar über eine Seite, die du selbst öffnest (nicht über die E-Mail). Nutzt du dasselbe Passwort noch woanders, ändere es dort auch.
- Melde dich überall ab. In Microsoft 365 öffne myaccount.microsoft.com, gehe zu Sicherheitsinformationen und wähle Überall abmelden. Bei Google öffne myaccount.google.com/security und melde Geräte ab, die du nicht kennst.
- Informiere sofort deinen IT-Admin oder hello@deeploi.io, auch wenn du nur geklickt und nichts eingegeben hast. Je früher das Team Bescheid weiß, desto weniger Schaden kann ein kompromittiertes Konto anrichten. Niemand macht dir einen Vorwurf, weil du etwas meldest.
- Behalte deinen Posteingang im Blick. Achte in den nächsten Tagen auf Passwort-Zurücksetzen-Mails, die du nicht angefordert hast, oder auf E-Mails von deiner Adresse, die du nicht geschrieben hast.
Nutzt deine Firma deeploi Security+, werden bekannte Phishing-Websites blockiert, bevor die Seite lädt. Das stoppt viele Angriffe, aber keine neuen. Die Schritte oben gelten trotzdem.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist dein Sicherheitsnetz: Selbst mit deinem Passwort kann sich ein Angreifer ohne deinen zweiten Faktor nicht anmelden. Falls deine Firma sie für dich noch nicht aktiviert hat, sieh dir an, wie du 2FA für Microsoft 365 in 1Password einrichtest.